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Matrixzusammensetzung

Der Matrixaufbau des Feinbetons muss bezüglich der besonderen Ansprüche, wie z.B. der chemischen Verträglichkeit mit der Textilbewehrung, einer passenden Konsistenz für die vollständige Durchdringung der Textilbewehrung als auch für den geplanten Produktionsprozess und die endgültigen mechanischen Eigenschaften für die Tragfähigkeit des Textilbetonbauteils, entwickelt werden.

Innerhalb des Sonderforschungsbereichs SFB 532 der RWTH Aachen ist die Entwicklung und Erforschung neuer Feinbetone für Textilbeton eine wesentliche Aufgabe. Aus diesem Grund wurden eine Vielzahl von Mischungszusammensetzungen, die die oben genannten Ansprüche berücksichtigen, entwickelt.

Die Feinbetonmischungen PZ-0708-01 und FIL-05-10 sind die Referenzmischungen im SFB 532. Hier werden alle oben genannten Anforderungen erfüllt. Alle weiteren Betone können grundsätzlich nach besonderen Eigenschaften unterschieden werden.

Zur Steigerung der Gebrauchstauglichkeit und zur Erhöhung der Erstrisslast wurden verschiedene Faserbetone entwickelt. Hierbei kann zwischen Faserbetonen unterschieden werden, die in erster Linie zu einer hohen Erstrisslast „ERL“ bzw. zu einer hohen Alkalibeständigkeit „PVA“ führen oder universelle Eigenschaften aufweisen „Uni“.

Für großformatige Textilbetonelemente, wie sie in der Praxis häufig eingesetzt werden, wurden auch Mischungen mit einem Größtkorn von 4 mm entwickelt.

Mit der Zugabe von Polymeren können weitere Eigenschaften erzielt werden. Bei den Polymermodifizierten Betonen wird unterschieden zwischen Feinbetonen mit einer Hydrophobierung, die einen hohen Schutz gegen Wassereintrag bieten und Feinbetonen mit einer Polymerdispersion, die vor allem zur Steigerung der Zugfestigkeit beiträgt. 

Eine Auswahl an Feinbetonen ist im Materialkatalog "Beton" dargestellt.