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Vergleich: Stahlbeton / Glasfaserbeton / Textilbeton

Der Baustoff Beton zeichnet sich gegenüber anderen Baustoffen durch seine leichte Formbarkeit aus und bietet einen großen Spielraum in der konstruktiven Gestaltung. Zusätzlich ist zementgebundener Beton der bei weitem preiswerteste Baustoff zur Übertragung von Druckkräften.

Wegen der geringen Zugfestigkeit wird in zug- und biegebeanspruchten Stahlbetontragwerken zur Verbesserung von Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit eine Betonstahlbewehrung angeordnet, die aufgrund des Korrosionsschutzes eine Betondeckung von mehreren Zentimetern erfordert.

Mit dem Ziel dünnwandige Bauteile zu realisieren wurden in der Vergangenheit Ansätze verfolgt, in denen die Stahlbewehrung vollständig durch nichtmetallische Kurzfasern (z.B. aus AR-Glas, Carbon oder Aramid) ersetzt wurde.

Wegen der ungerichteten Verteilung der Kurzfasern im Feinbeton wirkt nur ein geringer Anteil der Fasern festigkeitssteigernd. Daher beschränkt sich der Anwendungsbereich faserverstärkter Betone zurzeit im Wesentlichen auf mechanisch gering belastete Bauteile.

Im Vergleich zu Stahlbeton und Kurzfaserbeton vereint textilbewehrter Beton (mit zweidimensionalen AR-Glasfaser- oder Carbongelegen) den Vorteil der Korrosionsfreiheit mit einer kraftgerichteten und somit effektiven und wirtschaftlichen Bewehrungsführung und ermöglicht so dünnwandige, hochtragfähige und dauerhafte Bauteile, die das Spektrum der Betonbauweise erheblich erweitern.

Kurzfaserbeton

Vorteil

keine erforderliche Betondeckung zum Schutz der Bewehrung gegen Korrosion

 

 

 

Nachteil

große erforderliche Faserbewehrungsgrade durch zufällige Anordnung und nicht vorherbestimmbare Lage der Kurzfasern im Bauteil

 

 

 

 

Textilbewehrter Beton

Vorteil

keine erforderliche Betondeckung zum Schutz der Bewehrung gegen Korrosion

 

 

 

Nachteil

zielgerichtete Lage der Bewehrung zur Aufnahme der auftretenden Zugkräfte

-> gutes Tragverhalten

-> große Effektivität