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Produktion und Montage

    Herstellung
Die Sandwichelemente wurden bei der Firma Durapact Gesellschaft für Faserbeton mbH in einem diskontinuierlichen, zweistufigen Verfahren hergestellt. Im Gegensatz zu den bei Stahlbetonsandwichelementen üblichen Positiv- oder Negativherstellverfahren konnten mit dem gewählten Verfahren zwei schalglatte Sichtbetonseiten erzeugt werden.

Zunächst wurden in die Spiegelfläche der Außenschale (15 mm) lagenweise Kurzfaserbeton gespritzt und Bewehrungstextilien eingelegt. Danach wurden die Nuten einer Schaumkernseite mit Faserbeton ausgefüllt und der Kern anschließend definiert in die frisch betonierte Deckschicht eingedrückt. Mit der Auffüllung und Bewehrung der Randbereiche (40 mm) sowie der Einbringung der Verbundmittel wurde die erste Stufe des Herstellverfahrens abgeschlossen. Am folgenden Tag wurde zunächst die Spiegelfläche der Innenschale analog hergestellt. Anschließend wurde das tags zuvor hergestellte Halbsandwich in der Schalung gedreht, auf die frisch betonierte Schale abgelassen und ausgerichtet. Mit Auffüllung und Bewehrung des Randbereiches der Innenschicht und Erzeugung eines definierten Anpressdrucks zur Erzielung der gewünschten Bauteildicke und eines ausreichenden Verbundes wurde das Elementfertiggestellt. Nach 1-2 Tagen Erhärtung wurde das Element ausgeschalt und zur Feuchteregulierung in Folie verpackt.

Stufe 1 (Tag 1):

·       Herstellung der Spiegelfläche der äußeren Schale (15 mm)

·       Fügung der äußeren Spiegelfläche mit einem genuteten PUR-Hartschaumkern.

·       Erstellung der umlaufenden Randverstärkungen der äußeren Textilbetonschale (40 mm) und Einbringen der Diagonal- und Bügelanker.

Stufe 2 (Tag 2):

·        Herstellung der Spiegelfläche der inneren Schale (15 mm).

·       Wenden des Halbsandwichelementes aus Stufe 1 mit einer Wendevorrichtung und maßhaltige Fügung mit der inneren Spiegelfläche

·       Erstellung der umlaufenden Randverstärkungen der inneren Textilbetonschale (40 mm).

Nach ausreichender Erhärtung wird das Element ausgeschalt, zur Nachbehandlung in Folien gepackt und versandfertig verpackt.

Montage
Jedes Element wurde einzeln an der Unterkonstruktion in Form eines Stahlpfostens befestigt, welcher der Tragkonstruktion des Hallenbaus vorangestellt und mit dieser verbunden ist. Der Abtrag der Vertikallasten aus Eigengewicht erfolgt über die Lagerung der inneren Betonschale auf einer an den Pfosten befestigten Konsolhalterung. Zur Aufnahme der Horizontallasten wird das Element an vier Punkten an der Innenschale gehalten. Das vorgeschlagene Befestigungssystem erlaubt die Montage- und Demontage einzelner Elemente, ohne benachbarte Elemente entfernen zu müssen. Die Horizontallager bestehen aus mit den Sandwichelementen verschraubten, trapezförmigen Ankerplatten und einem V-förmigen Shutter, der an dem vorgestellten Stahlpfosten befestigt wird und über ein mittiges Langloch vertikal verschiebbar ist. Beim Einbau wurde das Element mit den Ankerplatten gegen das vorgestellte Stahlprofil gestellt, der Shutter vor die Ankerplatte herabgelassen und von der Fassadenaußenseite über Schrauben so arretiert, dass der Shutter die Ankerplatten des Elementes gegen das Stahlprofil drückt. Nach der Montage einer Elementreihe wurde die äußere Dichtebene montiert. Die zur Montage benötigten, vertikalen Freiräume zwischen den Elementen wurden mit zusätzlichem Dämmmaterial versehen.